Namibia in Grün


Text und Fotos: Gunther Stoschek

Nach Jahren der Dürre fielen die lang ersehnten Regenfälle im gesamten Khomas Hochland endlich stark und anhaltend aus. Staub­trockene Flussbetten verwandelten sich binnen Stunden in reißende Flüsse, die eine ganze Reihe von Farmen für einige Tage von der Außenwelt abschnitten. Erst Mitte April war es mit dem Regen vorbei, und das gewohnt sonnige Wetter ließ diese Region Namibias wieder einmal auf­blühen. Bereits im Anflug auf Windhuk war der spürbare Schub, den die gesamte Vegetation innerhalb nur weniger Tage gemacht hatte, deutlich zu erkennen. Wo sonst nur rot-braune Erde und graues Buschwerk waren, leuchtete nun alles in tiefstem Grün.

Stilvolle Eleganz, Komfort und perfekter, unaufdringlicher Service: Auf Sney Rivier muss man sich einfach wohlfühlen.
Fünf einzeln stehende Chalets für insgesamt maximal zehn Gäste sorgen für genügend Privatsphäre.
Die Gäste wohnen in komfortablen Chalets, die rings um das Haupthaus liegen.
Selbst an den Pools herrscht niemals großer Andrang.

Auch die Sney Rivier Lodge mit ihrer unaufdringlichen, stilvollen Eleganz lag nun fast gänzlich versteckt zwischen tiefgrünen Büschen und Bäumen. Obwohl die Lodge und auch ihre ganze Umgebung selbst in trockenen Zeiten einen unvergleichlichen Charme ausstrahlen, hatte man jetzt den Eindruck, als befände man sich in einem riesigen botanischen Garten.

Es ist nicht einfach, im grünen Busch Wild auszumachen. Doch die Berufsjäger haben sehr geübte Augen. Das Anpirschen verspricht in jedem Fall Spannung pur.
Kontrollschüsse vor Beginn der Jagd sind Pflicht. Wer keine eigene Büchse mitbringen möchte, findet auf Sney Rivier eine große Auswahl an Blaser R8 Repetierbüchsen.

Die anderen Gäste, die einige Tage vor uns angereist waren, konnten das besondere Flair des grünen Namibia bereits genießen. Die Reisenden aus Kanada, Bulgarien und dem Norden Deutschlands verbrachten schon ihren zweiten bzw. dritten Urlaub hier auf Sney Rivier. Wie sich abends in gemütlicher Runde herausstellte, waren es interessanterweise die Frauen, die ihre Männer zu diesem erneuten Aufenthalt auf der Lodge überredet hatten. Einerseits nicht selbstverständlich, dass die Frau ihren Mann zu einer Jagdreise inspiriert, andererseits absolut zu verstehen, wenn man erlebt hat, wie harmonisch ein solcher, gemeinsamer Urlaub gerade auf Sney Rivier sein kann. Wer Namibias Natur, völlige Ruhe, stilvolle Unterkunft und erstklassigen, unaufdringlichen Service zu schätzen weiß, wird dort immer auf seine Kosten kommen. Eines sollte man als Jäger aber wissen: die dichte, grüne Vegetation nach einer ausgeprägten Regenzeit macht das Jagen selbst sehr anspruchsvoll. Das Wild findet überall reichlich Äsung, so dass es längst nicht so viel und so weit umher zieht wie dies bei Trockenheit der Fall ist. Und natürlich ist es auch im dichten, grünen Busch viel, viel schwerer auszumachen. Mit dem bloßen Auge sind aus der Entfernung meist nur die zahlreich vorhandenen Giraffen zu sehen, deren Hälse weit nach oben ragen. Umso spannender aber ist das Anpirschen eines alten Kudu- oder Elandbullen bis auf sehr kurze Schussdistanz. Selbst sehr erfahrene und abgeklärte Jäger verspüren hierbei ungeahntes Jagdfieber.

Überraschender Anblick einer Rappenantilope, meist englisch „Sable“ genannt.
Was gibt es Schöneres, als abends in geselliger Runde bei einem Bier, Whisky oder einem Glas Wein die Erlebnisse des Tages auszutauschen?

Erholung und Jagd auf der Sney Rivier Lodge, Namibia
Mehr Infos unter www.blaser-safaris.com

Sie lesen gern offline?

Bestellen Sie sich das kostenlose Abo der Printausgabe. Die Print-Ausgabe erhalten Sie 2x im Jahr direkt in Ihren Briefkasten.